Ökosiegel für Babymode – welche gibt es und was bedeuten sie?

 

Ökosiegel, textile Standards für Babymode

 

Babyhaut ist empfindlich, viele Eltern achten darum bei der Kleidung ihrer Kleinsten ganz besonders auf Schadstofffreiheit. Gute Wegweiser beim Einkauf von Babykleidung sind die verschiedenen Ökosiegel. Allerdings sind die Vergabekriterien der einzelnen Güteabzeichen unterschiedlich – und nicht alle stammen aus unabhängiger Bewertung.

 

Ökosiegel für Babymode

 

Hier gibt’s nun im folgenden etwas Hintergründe zum Ökosiegel für Babymode.

 

Firmenunabhängige Siegel geben Sicherheit

 

Einige Organisationen bemühen sich um firmenunabhängige Standards, zum Teil auch weltweit. Im Zweifelsfall besitzen solche Abzeichen eine größere Aussagekraft als firmeninterne Logos für Ökokleidung. Begriffe wie „Natur“ oder „Bio“ darf im Prinzip jeder benutzen – was zählt, sind nachvollziehbare Prüfkriterien. Die folgenden Ökosiegel garantieren derzeit hohe Zertifizierungsansprüche – und damit größtmögliche Sicherheit für Eltern, die ihr Baby vor Schadstoffen auf der Haut schützen möchten. Auch beim Kinderzimmer und der Kinderzimmereinrichtung ist auf Schadstoffe zu achten!

 

ÖKO-TEX Standard 100

 

Ein bekanntes, unabhängiges Gütesiegel ist das Zeichen „ÖKO-TEX Standard 100“. Babykleidung mit diesem Zeichen ist nach strengen Regeln auf Schadstoffe geprüft und für gut befunden worden. Das zugrunde liegende Zertifizierungssystem ist weltweit anerkannt. Textilien, die mit dem „ÖKO-TEX Standard 100“ – Siegel ausgezeichnet sind, enthalten keine krebserregenden oder allergieauslösenden Stoffe, sie sind formaldehydfrei und frei von Azoidfarbstoffen sowie anderen schädlichen Färbemitteln. Speziell für Säuglings- und Kleinkindkleidung gilt: Die Textilien sind schweiß- und speichelecht. Außerdem muss das mit diesem Siegel ausgezeichnete Produkt unter umweltfreundlichen und sozial verträglichen Bedingungen hergestellt sein.

 

Soil Association

 

Aus Großbritannien stammt das Abzeichen „Soil Association“, Träger ist ein gemeinnütziger Verband. Bei der Verarbeitung oder Färbung der Textilfasern dürfen keine gesundheitsschädlichen Substanzen verwendet werden. Pestizide und genetische Veränderungen sind bei der Erzeugung der Fasern ausgeschlossen. Auch dürfen die Inhaltsstoffe der Kleidung nicht krebserregend, krebsverdächtig oder allergen sein. Die faire Behandlung der Arbeiter im Produktionsprozess ist eine weitere Bedingung zur Vergabe des Gütesiegels.

 

Naturtextil, Naturleder und GOTS

 

Das Abzeichen „Naturtextil“, das häufig an Babykleidung zu finden ist, wird vom Internationalen Verband für Naturtextilwirtschaft e.V. vergeben. Auch hier erfolgt die Bewertung unabhängig, die zu erfüllenden Ansprüche liegen auf sehr hohem Niveau, kontrolliert wird die gesamte Herstellungskette. Textilien, die das Siegel tragen, bestehen zu 100 % aus schadstofffreien Naturfasern. Für Bündchen und Spitzen gibt es streng geregelte Ausnahmen.

Weitere Siegel der IVN sind „Naturleder“ – zum Beispiel auch für Babyschuhe – und das Abzeichen „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) für Produkte, die einen festgelegten Mindeststandard für Naturtextilien erfüllen. Die Ansprüche für das GOTS-Siegel liegen leicht unter denen des „Naturtextil“-Siegels. Die nach GOTS zertifizierten Produkte müssen mindestens zu 95 % aus organischen Fasern bestehen und dürfen nie mit Ammoniak, Schwermetallen, Chlor, Chrom und anderen gesundheitsschädlichen Substanzen in Berührung gekommen sein.

Weitere Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du hier. Letztes update war am 17.08.2017 um 08:51 Uhr / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm